Der futurologische Kongress

von Stanislaw Lem
wahnwitzige Lesung mit Musik
Der futurologische Kongress
Foto: Follow the Rabbit

»Was trage ich im Gesicht?«
»Eine dunkle Brille.«
»Demnach sehen Sie dasselbe wie ich.«

Was als Weltkongress der Futurologen im krisengeschüttelten Costaricana beginnt, wird für Ion Tichy zu einer Zeitreise in eine weit entfernte „Chemokratie“, deren „Psyvilisation“ mit ihrer eigenwilligen Auffassung von Wahrheit und Realität alles der chemischen Kontrolle unterwirft.

Für alle, die versuchen, von harten Drogen herunterzukommen, ist dieser Abend eine hervorragende Übergangslösung.

Zum Autor:
Stanislaw Lem (1921-2006): Dystupist, Satiriker, Science-Fiction-Autor. Lem ist einer der erfolgreichsten polnischen Schriftsteller und gehört mit Werken wie Solaris oder Die Sterntagebücher zu den größten Science-Fiction-Autoren überhaupt. Im Zentrum seiner Arbeit: Der Kontrollverlust des Menschen über seine technologischen Errungenschaften. Bereits in den 1960er und 70er Jahren behandelte Lem Themen wie virtuelle Realität, Nanotechnologie, und neuronale Netze. Bis zu seinem Tod 2006 galt er als Kritiker der Informationsgesellschaft, speziell des Internets als großen Fragmentarisierer und Banalisierer von Information.

Zum Buch:
Der futurologische Kongress zählt zu Lems bekanntesten Science-Fiction-Romanen. Lem behandelt dabei die immerwährende Frage in der Politik: Wie wenig darf eine Bevölkerung wissen? Wielviel Wahrheit kann man ihr zumuten? Und er geht noch einen Schritt weiter: Wer die Auffassung einer Wahrheit kontrolliert, der kontrolliert die Wahrheit. Lems dystopische Satire mahnt augenzwinkernd: Glaube nichts und niemandem, schon gar nicht dem, was du siehst! In den vergangenen 47 Jahren haben wir uns diesem Kredo eindeutig genähert.

 

Der futurologische Kongress
CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11689

Termine von „Der futurologische Kongress“

 am 19/01/2018 von 19:30 - 20:30 im Vorarlberger Landestheater

Der futurologische Kongress
Zeichnung: Martin Brachvogel nach Albert Almering

Musik: Robert Lepenik.
Es liest Martin Brachvogel.

Dauer: ca. 70 Minuten

Eine Produktion von Follow the Rabbit.

Erschienen im Suhrkamp Verlag.

Der futurologische Kongress