Mongos

von Sergej Gößner
für Jugendliche ab 14 Jahren
Sergej Gößner
Autor Sergej Gößner | © Christine Tritschler

»Francis: Wir haben sofort gemerkt, dass uns etwas verbindet.
Ikarus: Naja …
Francis: Ja. War doch so.
Ikarus: Ja, schon. Klingt aber bescheuert.«

Ikarus und Francis lernen sich im Krankenhaus kennen. Francis kämpft mit einer degenerativen Nervenkrankheit, und Ikarus ist querschnittsgelähmt. Die beiden nerven sich gegenseitig kolossal und werden genau deshalb beste Freunde. Nachdem sie in ein gemeinsames Zimmer verlegt werden, sind sie unzertrennlich, ab jetzt ist alles möglich. Und das heißt für Ikarus an erster Stelle: Mädchen aufreißen. Als er Jasmin kennenlernt, ist es mit seiner großen Klappe erst mal vorbei. Er ist verliebt aber unglücklich, weil nicht alles nach Plan läuft, das Macker-Image, das er sich selbst zugelegt hat, kann er partout nicht ausfüllen. Was folgt, ist nicht eine Einsicht auf Seiten Ikarus‘, sondern der Bruch mit Francis. Und ob der so leicht zu heilen sein wird, das liegt nur zum Teil in Ikarus‘ Händen.
Sergej Gössner hat ein Stück über zwei liebenswerte Außenseiter, Aufschneider und Geschichtenerzähler geschrieben, die beneidenswert größenwahnsinnig selbst eine schwerwiegende Behinderung zu überwinden versuchen. Der besondere formale Reiz des Stückes liegt darin, dass alle Figuren von Ikarus und Francis gespielt werden und dass so das Erzählen der Geschichte genauso wichtig wird wie die Geschichte selbst.

Jonas Werling
Jonas Werling | © Wolfgang Detering

Vorstellungen von „Mongos“

Keine Veranstaltungen
Nuri Yildiz
Nuri Yildiz | © Jana Klein

Mit Jonas Werling und Nuri Yildiz
Ausstattung: Linda Johnke
Dramaturgie: Inka Neubert
Produktionsleitung: Sylvia Münzer
Regie: Martin Brachvogel

Dauer: 70 Minuten

In Kooperation mit TiG7 Mannheim.

Erschienen im Rowohlt-Verlag.

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